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Challenge Šamorín „The Championship“

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  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Der Rennbericht von Marc Reust: Mit diesem Bericht nehme ich euch mit auf meine Reise zur Challenge Šamorín „The Championship“ also die Weltmeisterschaft auf der Mitteldistanz von Challenge Family am 24. Mai 2026.


Meine Reise startete bereits ein Jahr zuvor bei der Challenge Gran Canaria. Eine durchaus anspruchsvolle Mitteldistanz, viele Höhenmeter, Auf & Ab keine flachen Abschnitte, starke Hitze und die Laufstrecke teilweise auf Sand. Trotzdem landete ich in meiner AK solide auf dem 9. Platz, zunächst nicht qualifiziert für die WM, wie ich später herausfand qualifizierten sich die top 3 Athleten meiner AK aber anschliessend für eine Pro-Lizenz (mit Profis wollen wir uns auch nicht vergleichen, nicht wahr😉) und somit steht mir Platz 6 zu und zurecht eine Qualifikation für die WM in Šamorín🙂‍↕️.


Freitag, 22. Mai: Früh am Morgen machte ich mich mit meinem Zeitfahrrad (Bianchi Aquila TT - custom-Aufbau👀), auf den Weg nach Bratislava. Von Zürich HB aus nahm ich den Direktzug bis Bratislava. Die Zugfahrt war angenehm, ausserdem konnte ich mich so zwingen während den 9h Fahrt für meine Semesterprüfungen zu lernen, um mich dann Samstags und Sonntags meinem Hauptberuf: „mittelmässiger Amateur-Triathlet sponsored by Lohnarbeit“ zu widmen. Unterwegs wurde mir zwar vom Kontrolleur gedroht, mich aus dem Zug zu werfen, da ich für meinen Radkoffer kein Radticket & Stellplatzreservation hatte sowie äusserst kriminell ein leeres Kofferregal blockierte. Nachdem ich eine Strafe gezahlt hatte, durfte ich meine Fahrt fortsetzen🙂. Somit konnte ich die inoffizielle 6. Disziplin des Triathlons: „Reisen mit Rennrad“ erfolgreich beenden.


Samstag, 23. Mai: Geschlafen wurde im Hotel des olympischen Trainingscenter in Šamorín direkt neben der Rennstrecke. Die Stimmung vor Ort war überwältigend Profis und Amateure zusammen untergebracht und Bikeporn soweit das Auge reichte. Den ganzen Samstag durch fanden Rahmenrennen Sprint, Standard und Para/special Athletes statt. Weiter konnte auf der Tri-Expo auch ein bisschen Merch abgestaubt werden im Gegensatz zu Ironman musste man dafür auch keine Organe verkaufen oder einen Kredit aufnehmen. Um 1730 wurde das Rad und die Wechselbeutel eingecheckt. Alles war sehr professionell und jeder WM-Athlet hatte ein persönliches Namensschild an seinem Platz und am Rack. Mein Platz für die Wechselbeutel war sogar am gleichen Rack wie die Profis. I definitely felt very special🙂‍↕️.


Sonntag, 24. Mai (Raceday👀): Geweckt durch Sonnenschein und gefühlt schon 30°C um 0700 Uhr morgens, ging es nach einem letzten Materialcheck in der Wechselzone zu Fuss zum Schwimmstart. Meine AK 25-29 durfte direkt nach den Profis starten, geschwommen wurde in einem Seitenkanal der Donau. In der ersten Hälfte der Strecke konnte ich in meiner Startgruppe relativ gut mithalten wurde aber vor dem Wendepunkt ehrenlos gedropped und fand mich alleine bis zum Exit, trotzdem bin ich einen persönlichen Rekord von 31 Minuten geschwommen (very proud of that🙂). Weiter gings auf die flache Radstrecke, ich konnte mein Bianchi TT regelrecht fliegen lassen mit durchschnittlich 40km/h (für meine Verhältnisse rapido). Allerdings wurde es immer hektischer, auf dem Rückweg kam Gegenwind dazu und irgendwie war ich wieder einmal der einzige Athlet welcher sich an den Abstand von 20m hielt.  Somit war ich dann auch erleichtert als ich T2 erreichte und den Halbmarathon begann. Meine Beine fühlten sich eigentlich sehr gut und frisch an, nur leider bestand die Laufstrecke grösstenteils aus einer Pferderennbahn also Staub und Sand, zusätzlich war es wirklich sehr heiss und auf der Pferderennbahn wurde die Hitze relativ schnell unerträglich, wodurch ich nicht meine geplante Pace laufen konnte und etwas länger für die Laufstrecke benötigte. Trotzdem bin ich mit meinem Runsplit von 1:56 sehr zu frieden. Im Ziel gab es noch einen Handschlag vom CEO der Challenge Family und ein umfassendes Recovery-Angebot, ein weiteres Highlight war die Finisher-Medaille in Form der berühmten Pferdestatue in ŠamorÍn, die hat man sich nach einem Halbmarathon auf der Pferderennbahn auch verdient🐴. Overall leider kein sub 5h Finish aber who cares, war ein tolles Event und eine einmalige Erfahrung an einer WM teilnehmen zu können.🐬  



 
 

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