IRONMAN Tallin
Der Rennbericht von Sonja Ziehli:
Es war definitiv ein hartes Rennen.
Gestartet sind wir mit ca. 45 Minuten Verspätung, da es zu viel Nebel hatte auf dem See und man die Bojen nicht sah. Kurzfristig wurden weitere Paddels aufgeboten, die der Orientierung dienten. Da die Wassertemperatur etwas über 18 Grad lag, waren die Neoprensocken nicht erlaubt 🫤. Obwohl die Orientierung wegen des Nebels wirklich schwierig war, kam ich erstaunlich gut durchs Schwimmen 🏊, die erste Disziplin war geschafft. Nach dem Wechsel ging’s aufs Rad. Zuerst war mir noch etwas kalt, das besserte sich dann aber. Über Land und Autobahn ging’s erstmals nach Tallinn zum Wendepunkt. Ich hatte einen guten Schnitt und machte mich auf die erste Runde. Beim zurückfahren nach Tallinn hatte der Wind deutlich zugenommen und das Fahren wurde härter. Auf der 2. Runde, rund 30 km vor Tallinn, hat dann auch der Regen eingesetzt und es wurde immer nässer. Trotzdem schaffte ich die flachen 180 km in knapp 6 Stunden 🚴.
Nach dem 2. Wechsel zum Laufen hatte ich zu Beginn eine recht gute Pace. Leider machte mir mein Magen Probleme, so dass ich von Anfang an keine Gels oder andere Nahrung zu mir nehmen konnte, ich hielt mich mit Coke am Laufen. Ab der 2. Runde hüllte ich mich in eine Wärmedecke. Ohne diese hätte ich es sicher nicht geschafft. Wegen der schlechten Verpflegung wurde das Laufen immer härter und in der letzten Runde ging nicht einmal mehr Coke. Ich bin sicher rund 10 km marschiert, da Laufen nicht mehr ging. Der starke Wind und der Regen machten es nicht besser. Aber ich kämpfte mich durch und das Ziel kam langsam aber sicher näher. Und wer stand die ganze Zeit im Wind und Regen? Markus feuerte mich und andere an, auch er ein Hero 🙏.
Kurz vor dem Zieleinlauf bekam ich von Markus die 🇨🇭-Fahne und konnte damit durchs Ziel laufen 🏃.
Es war geschafft 😅 und ich ebenso. Essen war immer noch schwierig und so machte ich mich nach der Dusche möglichst rasch auf zum Ausgang zu Markus, um das Bike auszuchecken und mit dem Shuttle-Bus zurück ins Zentrum zu kommen. Beim Warten wurden wir wieder nass und gegen 24 Uhr waren wir endlich zurück im Hotel. Nach dem Auspacken assen wir eine Kleinigkeit im Hotelzimmer. Danach ging es müde aber happy ins Bett.

